Eine kurze Einführung in die Toilettenmeditation

Meditation & Achtsamkeit.


Das Bild des einsamen Meditierenden auf einem Berg ist Klischee. Es vermittelt: Dort wo man meditiert, ist es still. Tatsächlich meditiere ich oft zu Hause, versuche Ruhe um mich herum zu schaffen und merke, wie schwer es mir fällt, sobald außergewöhnliche Störfaktoren dazu kommen: Straßenlärm, Geräusche der Nachbarn, meine Freundin, die Musik hört oder fernsieht. Diese „Störfaktoren“ sind eigentlich keine, wenn Du sie als Teil der Übung siehst.

Dennoch gibt es immer wieder Momente, besonders außerhalb der eigenen vier Wände, in denen das Umfeld vielleicht zu fordernd ist zum Meditieren. Beispielsweise in einem Großraumbüro oder einem öffentlichen Bereich, in dem um Dich herum einfach zu viel passiert.

Wenn ich einen Moment meditieren möchte und wenn es auch nur wenige Atemzüge sind, auf die ich mich konzentriere, mein Umfeld es mir aber nicht erlaubt oder ich es mir nicht erlaube :), dann gehe ich auf Toilette. Zum Beispiel, wenn ich mich lange am Stück konzentrieren musste und merke, dass mein Kopf „zu ist“, wenn ich an etwas arbeite, mir aber einfach keine Idee kommt. Oder, wenn ich mich über jemanden oder eine Situation so sehr geärgert habe, dass ich keinen klaren Gedanken fassen kann.

Das Tolle an einer Toilette ist: Du kannst die Tür hinter Dir abschließen. In den allermeisten Fällen wird diese Intimsphäre selbst in den stressigsten Bahnhöfen oder Flughäfen gewahrt, so dass Du wirklich für Dich bist. Und ein wenig Zeit darf sich hier auch jeder nehmen…

Und so meditierst Du auf der Toilette:

Wo meditierst Du überall?

Und sonst

Danke:
Dass es Toiletten gibt!

Wo dieser Text geschrieben wurde:
Nicht auf der Toilette



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