2013 vs. 2014 – Ziele vs. Prozesse

In eigener Sache.


Am Ende des Jahres ist mir ein Licht aufgegangen, warum ich im Jahresverlauf immer wieder unproduktiv, unzufrieden und unter Druck stand. Ich habe einige wirklich schöne Momente verpasst, weil ich zu fokussiert auf das Erreichen meiner Ziele war.

In den vergangenen Jahren habe ich mir immer Jahresziele definiert, die ich erreichen wollte: 10 kg abnehmen, 5 Neukunden, jeden Tag meditieren und auch noch Sport. Ziele zu haben ist deswegen spannend, weil ihr Erreichen messbar ist. Habe ich am Ende des Jahres 10 kg weniger auf der Waage und 5 Neukunden? Es gibt nur „ja“ oder „nein“ – keine Ausreden. Ziele haben mir immer geholfen, mich zu fokussieren und nicht einfach vor mich hin zu leben. Im vergangenen Jahr ist mir jedoch aufgegangen, dass Ziele drei wirklich nervige Nebenwirkungen haben:

In diesem Jahr gibt es das erste Mal seit langem keine Jahresziele für mich. Statt dessen habe ich mich dazu entschieden, eine Ethik zu verfassen, die in den wichtigsten Bereichen meines Lebens eine Leitlinie für mein Handeln definiert:

Auf die Idee für die Ethik hat mich Claudia Nickel gebracht, die diese Idee wiederum – glaube ich – aus Veit Lindaus Buch „Heirate Dich selbst“ hat.

In diesem Jahr definiere ich also keine Ziele mehr, sondern Prozesse. Hier ein Auszug dessen, wie ich in diesem Jahr handeln möchte:

Einige dieser Prozesse als Leitlinien für mein Handeln sind sehr global und vage formuliert, andere sehr konkret. Meine Leitlinie wird sich im Jahresverlauf ändern und anpassen, wenn ich mich weiterentwickele. Auch wird sich zeigen, wie praktikabel im Alltag vage und konkrete Prozesse sind und in welche Richtung ich meine Leitlinie überarbeiten werde. Ich bin sehr gespannt, ob sich durch diese Veränderung mein Fokus verändert und die Nachteile von Zielen aufgehoben werden:

Prozesse funktionieren nur, wenn man sein Handeln überprüft

Das Wichtigste an einer Leitlinie ist das Überprüfen des eigenen Handelns. Ich mache das so: Wenn ich in einer Situation unsicher bin oder eine Entscheidungshilfe brauche, dann schaue ich in meine Leitlinie und richte danach mein Handeln aus. Zusätzlich schaue ich einmal in der Woche, ob ich so handele, wie ich es gerne möchte. Im Beruf habe ich ein Dokument entwickelt, mit welchem ich alle vier Wochen schriftlich festhalte, ob und wie ich meiner Leitlinie entsprechend gehandelt habe.

Und sonst

Danke:
Claudia und Veit für die Inspiration zu meiner Leitlinie

Wo dieser Text geschrieben wurde:
Lennep



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