Burnout oder wie wichtig Geschichten für uns wirklich sind

Am Rande.


Helen Heinemann definiert in ihrem aktuellen Buch Warum Burnout nicht vom Job kommt die Wichtigkeit der eigenen Identität für die Bewältigung eines Burnouts und wie man der Krankheit entgegen wirken kann. Ein Betroffener – so Heinemann – ist sich nicht im Klaren darüber, wer er ist und was er genau will. Hinzu kommt, dass oft äußere Ansprüche einer Rolle in einem Widerspruch mit seiner Identität stehen. Einem Druck, dem viele auf Dauer nicht gewachsen sind.

Um die Frage nach der eigenen Identität zu beantworten, muss man in seine Vergangenheit blicken und sich fragen: Wie ist es dazu gekommen, dass ich heute bin, wer ich bin? Warum habe ich mich damals zu X entschieden und gegen Y? Warum habe ich diesen und keinen anderen Weg eingeschlagen, dieses Studium gewählt und nicht jenes, dieses Jobangebot angenommen und nicht weitergesucht?

Diesen Rückblick auf die entscheidenden Momente der eigenen Lebensgeschichte nannte Steve Jobs in seiner Stanford-Rede aus dem Jahr 2005 Connecting the dots. Und er war sich klar, dass man keine Prognosen für das eigene Leben treffen kann, wohl aber Vertrauen darin fassen, dass sich die sinnbildlichen Punkte irgendwann schon miteinander verbinden:

You can’t connect the dots looking forward. You can only connect them looking backwards. […] Believing that the dots will connect down the road will give you the confidence to follow your heart even when it leads you off the well-worn path.

Daran zu glauben, dass sich die Punkte eines Tages miteinander verbinden werden, gäbe laut Jobs die Sicherheit, seinem Herz zu folgen, egal wie abwegig dies auf den ersten Blick scheint.

Menschen sind seit tausenden von Jahren Tiere des Geschichtenerzählens, wie Jonathan Gottschall in The Storytelling Animal: How Stories Make Us Human schreibt.

Geschichten machen uns jedoch nicht nur zu Menschen, sie sind also auch eine Voraussetzung dafür, dass wir zufriedene Menschen sind.

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